talent-de January 16, 2020

“Papa, wir sollten den externen Recruiter kündigen, ich glaube, ich kann das besser.”

Wir sprachen mit Enrico Mayor, Vorstandsmitglied des Schweizer Anbieters für Shareholder Services DEVIGUS, wie das war, als er seinen Vater davon überzeugte, zu Stack Overflow Talent zu wechseln und innerhalb eines grademal zweiwöchigen Rekrutierungssprints eine kritische Position nachbesetzte. Sie haben innerhalb von nur zwei Wochen drei Vertragsunterzeichnungen von drei Entwicklern erhalten. Wie haben sie das…

Wir sprachen mit Enrico Mayor, Vorstandsmitglied des Schweizer Anbieters für Shareholder Services DEVIGUS, wie das war, als er seinen Vater davon überzeugte, zu Stack Overflow Talent zu wechseln und innerhalb eines grademal zweiwöchigen Rekrutierungssprints eine kritische Position nachbesetzte.

Sie haben innerhalb von nur zwei Wochen drei Vertragsunterzeichnungen von drei Entwicklern erhalten. Wie haben sie das geschafft?


Wir haben vier Monate lang mit einem Personalvermittler gearbeitet, aber er bekam auf zwei offene Stellen keinen einzigen Kandidaten. Also schloss ich mich mit meinem Vater kurz. Da es für uns ein zentraler Back-Fill war. Wir dachten uns, wir können es nur besser machen als das. Also sagte ich: “Papa, lass mich das versuchen.”

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Nach kurzer Recherche kam ich ziemlich schnell auf Stackoverflow. Als Informatik Student an der ETH Zürich bin ich des öfteren auf der Plattform unterwegs und deswegen mit den Stellenanzeigen vertraut. Damit war dies für mich der erste Versuch. Und hat sofort gut funktioniert. Wir sind ein Boutique-Team, nur acht Entwickler. Einen zu verlieren, ist ein ziemlicher Einschnitt. Jetzt haben wir im Januar drei neue Teammitglieder.

Beeindruckend, und Sie sind nicht einmal ausgebildeter Recruiter oder Sourcer?


Wir sind ein kleines Softwarehaus und ein Familienunternehmen. Daher besteht die Flexibilität, ein solches Projekt unabhängig vom jeweiligen Titel zu übernehmen. Ich hatte die Unterstützung meines Vaters und des Teams. Und es hat funktioniert.
Zurzeit studiere ich Informatik an der ETH Zürich. Ich denke, als Student habe ich diesen direkten Bezug, nicht nur zum Netzwerk der Studierenden, sondern auch zu ihrem Alltag, ihren Anliegen und Prioritäten. Das könnte ich also für meinen Ansatz des Employer Branding und Ansprache nutzen. Ich habe einfach das getan, was mich ansprechen würde. 

Hat das Heranwachsen während Ihr Vater bei der DEVIGUS arbeitet, Ihr Interesse an der Softwareentwicklung geweckt?

Ich denke schon, ich war immer neugierig darauf. Ich habe mit 12-13 Jahren zum ersten Mal gecodet und war sofort begeistert. Die Fähigkeit, etwas aus dem Nichts zu schaffen und es mit potentiell Millionen von Menschen zu teilen, hat mich zum Informatikstudium an der ETH gebracht. Neben dem Studium versuche ich  die Zeit für kleine Startup-Ideen und andere Dinge bei DEVIGUS zu finden, bei denen ich mithelfen kann. Kürzlich habe ich unseren Webauftritt z.B. in Französisch, Deutsch und Englisch programmiert.

Was war Ihrer Meinung nach das Erfolgsgeheimnis Ihrer Recruiting-Strategie?


Transparenz und Flexibilität. Ich habe eine Präsenz geschaffen, die Entwicklerinnen und Entwicklern wirklich eine Vorstellung davon gibt, was sie erwartet. Es zeigt, wie wir als Team arbeiten – die Freiheit und die Verantwortung, die mit unserer Kultur einhergehen. 

Aber auch unser Flexibilität gegenüber Kandidaten. Wir wollten einen Junior und einen Senior C# /.Net Entwickler einstellen. Aufgrund der hohen Qualität der Junioren haben wir uns unsere Teamstruktur angeschaut und intern gesprochen und die Seniorposition mit zwei weiteren Junioren besetzt. Am Ende des Tages ist es das, was ein funktionierendes Team ausmacht. Nicht die Jagd nach einem abstrakt perfekten Kandidaten.

Welche Recruiting-Tools und Plattformen haben Sie benutzt?


Ich habe ein paar Dinge recherchiert. Natürlich auch LinkedIn und einige Universitätskooperationen. Aber am Ende war Stack Overflow  Talent die beste Lösung. Die Kandidatensuche ist perfekt, ich konnte Kandidaten in der Nähe suchen. Also habe ich so auch Kandidaten von der Universität bekommen. Ich konnte nach den Technologien filtern, die ich brauchte. Wenn ich selbst ein Tool zur Suche nach Entwicklern bauen würde, würde ich es so bauen. 

Was hält die Zukunft für Sie bereit? Werden Sie nun zum Tech-Recruiter?


Zuerst muss ich mein Studium beenden, dann können wir uns noch mal unterhalten. Aber im Ernst, der Recruiting-Sprint hat mir Spaß gemacht, vielleicht mache ich das irgendwann einmal für ein paar Monate. Auf lange Sicht würde ich das Programmieren vermissen. Aber es war eine tolle Erfahrung, und da ich mich irgendwann in der Zukunft selbstständig machen will, ist es gut zu wissen, wie das Sourcing dann funktionieren könnte. 


Erfahren Sie mehr über den Erfolg von Devigus mit Stack Overflow Talent in der Case Study >>

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